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FAQ Wasser
 

FAQ - Häufig gestellte Fragen

zum Thema Wasser:

Warum muss Trinkwasser untersucht werden ?
Welche Inhaltsstoffe sind häufig für mangelnde Trinkwasserqualität verantwortlich ?



Warum muss Trinkwasser untersucht werden ?

Trinkwasser zählt zu den Lebensmitteln und muss geeignet sein, ohne Gefährdung der menschlichen Gesundheit getrunken oder verwendet zu werden. Dies ist dann gegeben, wenn es Mikroorganismen, Parasiten und Stoffe jedweder Art nicht in einer Anzahl oder Konzentration enthält, die eine potentielle Gefährdung der menschlichen Gesundheit darstellen. Im Anhang 1 zur Trinkwasserverordnung sind dementsprechende Mindestanforderungen und Grenzwerte festgelegt.

Das Trinkwasser von Haushalten, die an ein öffentliches Wasserleitungsnetz angeschlossen sind, wird in regelmäßigen Abständen im Auftrag der Wasserversorger (Wasserwerke, Genossenschaften, etc) durch befugte Fachpersonen oder Fachanstalten untersucht.
Viele Haushalte, insbesondere im ländlichen Raum, beziehen ihr Trinkwasser jedoch aus Privatbrunnen. Um sicherzustellen, dass dieses Trinkwasser keine (möglicherweise langfristige) Gefährdung der Gesundheit darstellt, sollten auch Privatbrunnenbesitzer ihr Wasser regelmäßig untersuchen lassen.
Auch Leitungswasser kann Schadstoffe enthalten. Noch immer befinden sich in Gebäuden Wasserleitungen, die ganz oder streckenweise aus Bleirohren bestehen. Vor allem nach längeren Standzeiten des Wassers in den Bleirohren kann das Wasser bedenkliche Blei-Konzentrationen aufweisen.

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Welche Inhaltsstoffe sind häufig für mangelnde Trinkwasserqualität verantwortlich ?

Insgesamt betrachtet ist das Trinkwasser in Österreich von sehr guter bzw. ausgezeichneter Qualität. Dennoch können gebietsweise Kontaminationen des Trinkwassers vorliegen. Zu den häufigsten schädlichen Inhaltsstoffen zählen:

Inhaltsstoff: Herkunft: Schadwirkung:
Nitrat Düngemittel in der Landwirtschaft Sauerstoffmangel im Blut (Met-Hämoglobinämie) von Säuglingen und Kleinkindern
Bakterien (z.B. Coliforme Keime, Escherichia coli, Enterokokken) Verunreinigung durch Fäkalien Durchfall, Erbrechen, Indiz für mögliches Vorkommen anderer pathogener Keime
Pestizide (z.B. Triazine) Pestizid-Einsatz in der Landwirtschaft Je nach Einzelsubstanz unterschiedlich: Beeinträchtigung von Zentralnervensystem, Kreislauf, Niere, Leber, Hormon- und Immunsystem möglich;
Teilweise krebserregend, frucht-schädigend, mutagen
Blei Bleirohre in der Wasserleitung Beeinträchtigung von Zentralnervensystem, Kreislauf Niere, Synthese von Hämoglobin

Punktuell können Schadstoffbelastungen im Trinkwasser in industriell stark genutzten Gebieten und im Abstrom von Altlasten auftreten. In diesen Bereichen sind häufig erhöhte Belastungen durch (aliphatische, aromatische und halogenierte) Kohlenwasserstoffe bzw. Schwermetalle vorhanden.

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Kann ich die Wasserproben selbst ziehen und zu BIUTEC transportieren ?

Für die Durchführung einer behördlich anerkannten Trinkwasseruntersuchung müssen gemäß Trinkwasserverordnung sowohl die Probenahmen als auch die Analysen durch eine hierzu berechtigte (gemäß § 50 Lebensmittelgesetz 1975 bzw. § 73 Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz) Person durchgeführt werden.
Neben der fachgerechten Entnahme der Wasserproben gehört zu einer Probenahme auch die Überprüfung der Wasserversorgungsanlage mittels Lokalaugenschein (einschließlich der Wasserspende mit Fassungszone) durch entsprechend geschultes Personal.
Die Wasserproben müssen fachgerecht und gekühlt transportiert werden. Aus Stabilitätsgründen müssen einige Untersuchungsparameter (z.B. Nitrat) innerhalb von 24 Stunden ab dem Probenahmezeitpunkt analysiert werden. Diese Vorgaben können erfahrungsgemäß beim Transport durch den Kunden bzw. beim Versand der Proben per Post nur schwer erfüllt werden.

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